Warnhinweise zum Update auf WordPress 2.8
Soeben habe ich auch von einigen Nutzer erfahren, das sie Dateien vermissen, als sie ein automatisches Update auf WordPress Version 2.8 durchführen wollten und es dabei ein Problem gab. Ich habe mich daraufhin im WordPress Trac umgesehen und einen brandneuen Eintrag gefunden, der dies bestätigt: Trac Ticket #10140
Was passiert und was sind die Voraussetzungen ?
Zum einen muss der Upgrade-Prozess soweit kommen, das die Dateien runtergeladen und ausgepackt werden. Wenn danach irgend etwas schief geht (Schreibrechte falsch etc.) macht der Upgrade-Prozess einen Rollback und löscht normalerweise die runtergeladenen Dateien wieder ohne das was passiert.
Soviel zu Theorie. Die Praxis zeigt jedoch, das in genau diesem Fall durch ein Programmfehler existierende Dateien der bisherigen Installation versehentlich gelöscht werden, sodass der Blog danach nicht mehr funktioniert!
Was tun, wenn das Kind schon im Brunnen liegt ?
Das Beste, was man machen kann ist die bisher eingesetzte Version wieder per FTP Programm korrekt und vollständig hochladen. Wer diese nicht mehr zur Verfügung hat, kann sie aus dem Archiv von WordPress Deutschland runterladen.
Dabei sollte man auch überprüfen, ob man die wp-config.php sogar neu erstellen muss, weil diese ebenfalls fehlt.
Was lehrt uns das für die Zukunft ?
Es sind keine leeren Worte, wenn wir immer wieder betonen, das man vor einem Upgrade:
- ein aktuelles Backup der Datenbank haben sollte,
- ein aktuelles Backup aller Dateien des WebSpace machen sollte.
So schön, wie automatische Updates sind, sie bergen immer auch ein Risiko. Wenn der WebSpace vernünftig konfiguriert und gewartet ist, spricht nichts dagegen. Nur die meisten Benutzer wissen das leider nicht oder wollen/können sich damit nicht beschäftigen. Deswegen ist der sicherste Weg der über ein FTP basierten Upload der neuen Version.
Wer sich zu helfen weis, damit spreche ich die Profis unter euch an, werden sicher auch weiter den automatischen Upgrade benutzen.
Wer hat Schuld ?
Gute Frage, aber mit Schuldzuweisung allein schafft man Probleme nicht aus der Welt. Programmierer machen nun mal auch Fehler, sind halt auch nur Menschen. Ich finde es viel wichtiger, diese Informationen frühzeitig zu publizieren, es hilf ja nix, damit hinter dem Berg zu halten. Dieses Problem wird mit der Version WordPress 2.8.1 laut Trac Eintrag behoben sein und das automatische Upgrade wird wieder funktionieren. Aber bitte vergesst eure Backups auch dann nicht gleich wieder, lieber man hat, als man hätte.
Ich hoffe trotzdem, das ihr alle auch weiterhin grossen Spass an und mit WordPress habt, wir werden auch weiterhin unser Bestes dazu beisteuern und euch so zeitnah wie irgend möglich mit Informationen zu versorgen.








15. Juni 2009 um 01:19
Ich weiß nicht ob das ein spezieller Fehler bei der Version 2.8 ist, aber der Import funktioniert nicht. Ich bin nämlich auf einen neuen Server umgezogen und es hat von Anfang an Probleme gegeben. Zuerst wollte der Login nicht, dann gings aber (nach Neuinstallation). Später dann meckert WordPress, dass er Verzeichnisse nicht erstellen könne, mach ich das halt manuell. Und nun kann er die Backup-Datei nicht speichern… Ich bin am Rande des Wahnsinns…
15. Juni 2009 um 02:07
… oder man wartet einfach bei nicht kritischen Updates ein paar Wochen und lässt die Welt für einen testen ;-)
Dann kann man sich auch (bei anderen) anschauen, ob alle Plugins laufen …
15. Juni 2009 um 04:29
Naja… aber gerade so zentrale Funktionen sollte man testen bevor man eine neue Version offiziell freigibt.
Den oben beschriebenen “Salat” hatte ich nämlich auch. Und zwar, weil ich zum ersten Male mit der integrierten FTP-Option arbeiten konnte. Vorher hatte das nie geklappt…
Also habe ich das mit der Methode wie vorher gemacht. Also mit einem seperaten FTP-Programm hochgeladen und dann funktionierte es.
Aber so ein Theater wie mit der neuen Version hatte ich noch nie und ich bin seit Version 1.2 dabei…
15. Juni 2009 um 06:27
Guten Morgen
Könnte es sein,das man daran erkennt,das man alles richtig gemacht hat mit dem Update,
wenn dieser Englisch Deutsch Sprachmix im Admin Panel weg ist
und die Beschriftung in der erweiterten deutschen Version nur noch deutsch ist.
Also die Standard Sachen ohne meist englischsprachige Plugins (In den Einstellungen)
Ps.
Tip
Und nicht vergessen in php admin beim Hoster einmal die automatische
Optimierung durchlaufen zu lassen,das der alte Ballast weg ist,die Kartei Leichen ;)
15. Juni 2009 um 06:52
mich hatte es auch erwischt – natürlich lange kein BackUp gemacht & war kurz vorm Herzinfarkt…
Aber an alle denen es passiert: Halb so wild !
- Solange der Ordner wp-content & die Datei wp-config-sample.php Online unversehrt auf dem Server liegt und die Datenbank nicht zerschossen ist, ist das ganze nur ne kleine Fingerübung…
was aber lustig ist:
im Übersichtsfenster steht: Sie benutzen WordPress 2.8
und ganz Oben: WordPress 2.8 ist verfügbar! Bitte aktualisieren Sie jetzt.
;-)
15. Juni 2009 um 07:28
Statt einer unnützen schuldfrage sollte man einen fix anbieten…
15. Juni 2009 um 08:16
Tja mir hats auch den Blog zerschossen ;)
Bin jetzt wieder auf 2.7
So was sollte bei solch einer großen Software wie Wordpress eigentlich nicht vorkommen.
Da wurde wohl zuvor nicht genug getestet.
15. Juni 2009 um 09:04
Ich kann nur noch mal das wiederholen, was auch WordPress als Hinweis vor einem Update anzeigt: Backup machen. Allerdings, so sei angemerkt, verlasse ich mich dabei nicht auf WordPress selber oder phpmyadmin, sonder auf den kostenlosen MySQLDumper (Link: MySQLDumper).
15. Juni 2009 um 10:02
Ich habe glücklicherweise Shellzugriff auf den Server und habe mir ein kleines Vollbackup-Script geschrieben. Damit wird der ganze WP-Ordner mit Allen Dateien und auch die Datenbank gesichert.
Nur das Rücksetzen müsste ich im Fall aller Fälle noch etwas mühsam manuell erledigen.
Nun, Ich habe erst von der 2.7.1 auf die 2.8 ein Upgrade durchgeführt, lief problemlos. Ebenso kam heute diese Meldung, dass 2.8 verfügbar sei… Habe mich natürlich gewundert, wie das sein könnte – habe doch schon Version 2.8.
Nach dem Backup ziehen, habe ich den Upgrade gemacht und es lief einwandfrei. Ich glaube, hier wurde nur die Sprachdatei entsprechend angepasst, denn jetzt ist die Version wirklich wieder eingedeutscht.
Doof natürlich für die Leute mit Webspace. Aber auch für die ein Hinweis: Ein guter Hoster macht von sich aus regelmäßig Backups seiner Kunden-Profile. Vielleicht hilft es, nett nachzufragen, ob man ein Backup einspielen könnte. Durchaus wird dies nicht kostenlos geschehen ;)
15. Juni 2009 um 10:04
Hallo zusammen,
Feher hin, Fehler her – wie eben gesagt, werden von Menschen geamcht. Daran ist nichts zu kritisieren.
Wenn man WP als tägliches Werkzeug nutzt, dann sieht die Geschichte allerdings völlig anders aus. Das was mit mit 2.8 passiert ist, ist nicht nur nervig sondern zeitraubend und geschäftsbedrohend. Die WP Kommune – vor allem die Entwickler – müssen sich in der Tat überlegen, ob es ein Professionalrelease geben soll. Für die Bastler in der Kommune ist es wahrscheinlich erbauender im Sourcecode zu graben. Für Leute wie mich, die den Blog in ihr Geschäftsmodell integrieren, ist diese Vorgehensweise mit 2.8 ein echtes Desaster. Deshalb bezahle ich gerne für eine Profi-Version, die aber dann auch (fast) problemlos funktioniert. Wenn das in Zukunft nicht möglich ist, muss ich nach Alternativen suchen. So (dilettantisch) darf man heute nicht mehr mit Updates umgehen.
15. Juni 2009 um 10:16
Der MySQLDumper ist wirklich gut. Bevor ich den gefunden hatte hab ich sogar mit dem Upgrade auf Wordpress 2.7 einige Monate (!) gewartet, weil ich sonst kein vernünftiges Backup gehabt hätte.
Und ja, immer schön backupen vor dem Upgraden ;)
15. Juni 2009 um 11:06
@Felix : Shellzugriff habe ich auch – nur gab es im SQL-File immer Probleme mit den Unlauten – sämtlich ISO und UTF-8 Tipps, die ich gefunden hatte, brachten nix. Mit Dem Dumper lief dann alles glatt.
15. Juni 2009 um 12:32
Offenbar kann man nie vorher sagen, wie man’s wirklich richtig macht. Ich hatte mit der Version 2.7 die allergrößten Probleme, obwohl ich das damals streng nach Vorschrift und händisch upgedated hatte. Einen Blog habe ich deshalb sogar geschlossen. Dieses Mal habe ich mutig auf die Automatik gedrückt – und zwar zunächst bei dem Blog, bei dem immer noch Probleme bestanden, die ich nie beseitigen konnte und … na sowas, plötzlich ist wieder alles vom Feinsten. Danach habe ich zwei weiter Blogs automatisch upgedated, auch den im Februar geschlossen und es gab bei keinem der Blogs auch nur irgendwelche Probleme. Okay – diesen merkwürdigen Sprachmix im Dashboard hab ich auch, aber das sind peanuts gegen den Ärger nach der Version 2.7
LG – Elke
15. Juni 2009 um 16:59
Meine drei goldenen Regeln für Wordpress:
1. Fahre ein Datenbank-Backup!
2. Fertige ein FTP-Backup an!
3. Kein Upgrade, bevor nicht das erste Update dazu erschienen ist!
Insofern läuft bei mir bei allen bestehenden Installationen weiter 2.7.1 – solange, bis 2.8.1 erschienen ist. 2.8.0 kommt nur bei neuen Blogs zum Einsatz.
17. Juni 2009 um 20:03
Moin WP-Fans,
ich möchte mal meinen Gedanken etwas freien Lauf lassen.
Mir geht nämlich nicht in den Kopf wieso sich so viele Leute so darüber aufregen.
Fehler sind menschlich. Ausserdem hat jeder der die Ratschläge befolgt und Backups zieht seinen Blog in kürzester Zeit wieder am laufen.
Ob man nun bis zur Version 2.8.1 warten sollten mit dem Update lasse ich mal dahingestellt. Ich denke das muss jeder selbst wissen und vorallem den Einsatzbereich und die Relevanz seinen Blogs in die Entscheidung mit einbeziehen.
Ich muss sagen das ich mit dem Update, bis auf nicht komplett übersetzte Sprachdateien, keine Probleme mit dem Autoupdate hatte und ein nicht komplett übersetztes Backend sollte für 99% der Blogger nicht wirklich von Belang sein, zumindest in den ersten paar Tagen nach dem Update.
In diesem Sinne…
…be up2date.
Marcel
PS: Es handelt sich hierbei um ein frei verfügbares OpenSource-System und viele Leute reissen sich für euch, auf deutsch gesagt, den Ar*** auf um den Core und Plugins und und und zu verbessern und weiterzuentwickeln.
18. Juni 2009 um 10:11
Wenn man seinen Blog noch nicht auf Wordpress 2.8 geupdated hat soll man lieber gleich auf wp2.81 warten? Oder muss man eh erst auf 2.8 updaten und kann dann von da aus nur auf 2.81 updaten?
18. Juni 2009 um 10:29
Naja, also bei aller Liebe zu WordPress, würde MS solche Updates abliefern, möchte ich mal die Gemeinde hören.
Ich fahre zwar immer doppelspurig, was auf dem host liegt, liegt auch auf der Festplatte, habe auch keine Wehwehchen bisher, aber das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Software schmilzt wie die Pole dahin. Vielleicht sollte die Testerei vorher anders aufgezogen werden. Es hieß ja an jeder Ecke, alles super, keine Probleme mit RC irgendwas…
Gut finde ich aber, das man offen darüber spricht. :-)
18. Juni 2009 um 14:06
Gerade bei Leuten mit eigenem Rootserver oder VPS rate ich dringend: wenn Ihr ein automatisches Wordpress Update macht, dann sichert den GANZEN Server vorher. Weil das Update kann alles löschen auf dem Server, wo der Apache-User (www-data z.B.) Zugriff drauf hat, also im schlimmsten Fall auch andere virtual Hosts.
Dieser Fehler ist wirklich Dicke…klar sind Schuldzuweisungen nachher immer so eine Sache, aber unter den Tisch kehren hilft auch nicht. Man sollte zumindest davon lernen und überlegen, ob die eigenen QA-Maßnahmen ausreichend sind.
24. Juni 2009 um 20:08
Christian:
Wie soll denn ein Script andere inhalte Löschen? Ich lasse doch nicht jeden Webuser als Root arbeiten.
Mehr als die eigene Datenbank schrotten kann er doch wirklich nicht.
24. Juni 2009 um 20:16
@Diablo: Ein Script löscht auf die gleiche Weise Dateien, wie es sie installiert. Die automatischen Updates dürfen das entweder von Haus aus oder fragen nach den FTP Daten, damit das Update funktioniert (je nach Serverkonfiguration). Tritt während des Update Prozesses ein Fehler auf, werden alle Dateien des Ordners gelöscht, die in einer Variable stehen. Nur steht dort wegen dem Fehler leider der Root der Domain. Daraufhin beräumt das Updatescript u.U. rekursiv alles aus dem Domain Root entweder weil es darf oder weil es die FTP Zugangsdaten ja hatte.
25. Juni 2009 um 13:18
Ich hätte da mal eine Frage. Wenn ich das Update durchführe, werden dann noch alle Widgets bzw Plugins funktionieren oder sollte man vorher überprüfen ob diese schon in einer neuen Version vorliegen?
25. Juni 2009 um 16:16
@Fix:
Eine 100% Sicherheit dass alle Plugins noch funktionieren gibt es nicht, aber das hängt logischerweise von den einzelnen Plugins ab.
Also am besten vorher prüfen….Allerdings muss nicht jedes Plugin in einer neuen Version vorliegen. Das ist ja nur nötig, wenn es mit WP 2.8 nicht funktioniert.
Ansonsten auch interessant: http://codex.wordpress.org/Plugins/Plugin_Compatibility/2.8
25. Juni 2009 um 17:02
ich werd in zukunft nur noch “handische” updates durchführen. egal ob plugin oder core system. immer wieder hab ich probleme mit automatischen updates, sei es plugins oder core. keine ahnung warum, ich nutze kaum plugins.
27. Juni 2009 um 21:54
@jottlieb
besten dank für die info, dann werde ich mich da wohl auch mal händisch durchkämpfen.
30. Juni 2009 um 13:14
@codestyling:
Dazu muss das Script sowas erstmal dürfen.
a) hat man keinen Root-Zugriff per FTP … oder möchtest du ernsthaft dein Root-PW unverschlüsselt durchs Netz schicken?
b) Werden Scripte wie Wordpress nicht als Root ausgeführt. So leichtsinnig sollte echt niemand sein.
Da sehe ich also keine Gefahr.
30. Juni 2009 um 13:38
@Diablo:
Wenn ein User wegen Berechtigungs- oder Konfigurationsproblemen vom WP Update Mechanismus nach FTP Zugangsdaten gefragt wird, ist es erforderlich, daß eine mit diesen Daten hergestellte FTP Verbindung Dateien schreiben und lesen, Verzeichnisse anlegen oder löschen können muß.
Demzufolge kann der Updatemechanismus entweder niemals funktionieren, weil selbst die FTP Rechte nicht reichen, dann hättest du Recht. Funktioniert das aber, was normaler Zustand bei den meisten Benutzern ist, kann das Updatescript über die FTP Klasse und der etablierten Verbindung beliebige Dateien löschen.
13. Juli 2009 um 12:29
Hi,
ich verstehe auch nicht, wie man über ein FTP-Userkonto an nicht berechtigte Ordner kommen soll.
Dafür richtet man doch getrennte Nutzer ein, die eben keinen Rootzugriff haben. Auf einem normalen Webspace haben die Leute meistens nur einen FTP-User, aber wer einen Server betreibt, der wird doch niemals sowas machen.
Gruß Stefan
3. September 2009 um 12:00
@Stefan:
Solange man nicht alles als Root ausführt, sollte das Betriebssystem sowas schon regeln. Bei Windows-Servern wirds aber vielleicht gefährlicher …
6. Oktober 2009 um 10:18
@Baumeister
Warum sollte das Betriebssystem das Regeln?