WordPress 2.7 Core Update
In den letzten Tagen treten vermehrt Informationen über die kommende Version 2.7 von WordPress auf, bei der es auch um eine sehr ernste Neuerung geht – das automatische Update der WordPress-Installation, des Core (siehe Screenshot).
Bisher kanntet ihr schon das Update von Plugins, was man quasi mit einem Klick erledigt hat. Nun gibt es das auch für die eigentlichen WordPress-Daten und die Update-Orgien, die so mancher Nutzer bemängelt, werden damit sehr viel einfacher. Kein Download und anschließender Upload via FTP mehr, einfach Klicken, warten und fertig.
So eine Funktion stellt aber auch den einen oder anderen Nutzer vor Fragen; so zum Beispiel: Kann ich diesem Update vertrauen, oder läuft hier alles blind ab und ich habe keinen Einfluss mehr?
Ob man die Funktion nutzt und WordPress vertraut, muss jeder selber entscheiden; diese Diskussion können wir euch nicht abnehmen, aber diese Funktion ist sicher bedenkenloser zu handhaben als das automatische Updates von Plugins. Wer sich darüber nie Gedanken gemacht hat, der kann sicher auch das Core Update nutzen. Plugins werden inhaltlich nicht von WordPress geprüft, sondern liegen in der Hand der jeweiligen Autoren. Bei den Core-Dateien sieht das anders aus und WordPress hat ebenso einen recht überlegten Prozess dahinter, den ich im folgenden kurz vorstellen möchte, so dass der eine oder andere Nutzer sich ein besseres Bild machen kann, bevor er sich für oder gegen die Funktion entscheidet.
- Eure Installation sendet Version und Ort an http://api.wordpress.org/core/version-check/1.2/ um zu prüfen, gibt es eine neue Version. Daraufhin erhält die Abfrage eine Antwort, und wenn ja, dann die Adresse des verfügbaren Paketes. Dabei wird auch die Sprachversion mit übergeben und damit könnte es verschiedene Versionen geben. Aktuell wird aber lediglich die englische Version geholt.
- Wurde als Antwort die Adresse des verfügbaren Paketes mitgegeben, dann wird dieses Paket nun in das System-Temp herunter geladen.
- Im Anschluss erzeugt WordPress ein Arbeitsverzeichnis
wp-content/upgrade/core - Nun wird die Datei
wp-admin/includes/update-core.phpaus dem neuen Paket in die bestehende Installation kopiert. - Diese neue Datei wird nun genutzt und die Funktion
update_core()wird aufgerufen, die in dieser Datei steht. - Die neue Version wird nun geprüft.
- Im Root wird nun ein Datei für den Wartungsmodus erstellt (
.maintenancefile). Die Dateiwp-settings.phpprüft das und verhindert so Zugriffe, wenn diese Datei existiert. Der Besucher des Blog bekommt dadurch im Frontend lediglich eine einfache HTML-Seite mit der Information:
Briefly unavailable for scheduled maintenance. Check back in a minute.
- Durch diesen Wartungsmodus können alle Dateien ohne Zugriff ein Update bekommen und nun werden die neuen Dateien aus dem Paket kopiert. Dabei überschreibt WordPress die alten Dateien.
- Dateien, die nicht mehr benötigt werden, werden in diesem Zuge gelöscht.
- Die
ugrade.phperhält nun ein Information, dass das Update der Datenbank erfolgen kann. Das Update erfolgt durch einen gesonderten Aufruf, so dass er nur statt finden kann, wenn wirklich alle Dateien kopiert sind. - Nach erfolgreichem Update wird das Arbeitsverzeichnis gelöscht.
- Im Anschluss wird nun auch die Datei
.maintenancegelöscht. - Damit ist der Zugriff wieder im Frontend vorhanden und im Adminberiech bekommt der Nutzer die einzelnen Schritte gelistet und eventuelle Probleme, die zum Abbruch führten.









7. Oktober 2008 um 10:52
Das wär mein absoluter Traum, wenn ich endlich einfach mit Klick alles neu raufbekomme. Hab einfach keine Lust, alle 2 Wochen eine FTP-Orgie zu starten. Ich hoffe, dass haut dann auch wirklich so hin wie beschrieben….
7. Oktober 2008 um 11:14
@ff-webdesigner: das funktioniert jetzt schon, siehe „WordPress 2.7 Screencast – Teil 1“
7. Oktober 2008 um 15:56
Ich kann nur ff-webdesigner beipflichten das wehre ein absoluter traum
7. Oktober 2008 um 20:23
ein ffweppdiseiner(ich pass mich mal der beipflichtenden Rechtschreibung an) der Probleme mit nem update per ftp hat…
ist ja lustig…
(erst recht, wenn bei den zahlreichen Referenzen (ohne wordpress – wollt nicht länger als 1-2 clicks suchen) und der eigenen Seite stinknormale xhtml-fehler ausgebügelt werden müssten, die viel eher nach einer ftp-orgie schreien, als ein vernünftiges wördpress, dass normalerweise mit halbwegs sauberem xhtml oder gar valid daherkommt)
(oder) war hier doch nur der backlink wichtiger als der Kommentarinhalt…
Ein Schelm wer Böses dabei denkt…
7. Oktober 2008 um 21:31
@ Frank: Du hast das Schlagwort “Tabellenlayout” vergessen… ;-)
Aber mal wieder zur Sache: Das klingt schon sehr verheißungsvoll. Diese Update-Orgien haben auch den Effekt, dass sie ein Hemmschuh für Anfänger sind, wodurch viele lieber Sicherheitslöcher in Kauf nehmen, als das “alle zwei Wochen” durchzuführen. Sind ja nicht nur Könner, die WP-Blogs haben… Ich find´s gut, war Zeit!
7. Oktober 2008 um 22:09
Hi,
weis jemand genaueres zum Releasedatum ?
Mfg Ulti
8. Oktober 2008 um 00:34
@Ulti: laut Roadmap am 10. November…
8. Oktober 2008 um 08:11
Veröffentlichung wird wohl am 13. November sein, zumindest behauptet das Ryan im WP-Hacker-Thread.
8. Oktober 2008 um 10:54
Eine Art “Auto-Update”-Funktion kenne ich bereits von anderen Softwarelösungen (kompetentestes Beispiel: WoltLab Burning Board 3). An sich ist so ein System natürlich toll, allerdings ist dann die Frage, wie die Paketabhängigkeit der Plugins und Themen geprüft wird. Denn ein automatisches Update ist nicht hilfreich, wenn danach verwendete Plugins und Themen nicht mehr funktionieren.
In dem Sinne: Abwarten und Kaffee trinken.
8. Oktober 2008 um 11:58
Nur mal aus Neugier… wie bekommt ihr denn eigentlich diese “Updateorgien” hin? Ich entpacke i.d.R. das WordPress-Zipfile, öffne mein ftp-Programm und ziehe dann schlicht den wordpress-Ordner auf meinen html-Ordner auf dem Server. Dann noch ein Minütchen warten und gut.
Das einzig tolle an dem Autoupdate dürfte vielmehr die Zeitersparnis sein, weil das Entpacken künftig direkt auf dem Server geschieht und ich nix weiter mehr kopieren muss. Wobei 16000-DSLer das wohl kaum kümmern dürfte;-)
Trotzdem werde ich vorher wohl alles auf meinem Testsystem prüfen – wär ja schade, wenn ein Update sich versehentlich nicht mehr mit meinen Templates verträgt.
8. Oktober 2008 um 12:54
Automatisches Core Update schön und gut, aber was ist, wenn dieses Update aus welchen Gründen auch immer fehlschlägt? Wird auch automatisch ein Backup angelegt, welches dann zurückgespielt wird? Man stelle sich mal vor, es würde kein Backup angelegt, einige Dateien durch die neueren Versionen ersetzt und mittendrin wird das Upgrade abgebrochen. Dann hat man doch ein “halb-fertiges” WordPress auf dem Server, welches seinen Dienst dann u.U. mit etlichen Fehlermeldungen quittiert.
Für Leute wie mich, die nicht täglich am Ball bleiben und das Backend bzw. die eigene Homepage aufsuchen (aber dennoch diese Funktion nutzen möchten) könnte das unangenehme Nebenwirkungen haben.
Vielleicht habe ich genauere Infos zu diesem Vorgang auch nur übersehen, dann weist mich bitte darauf hin. Im obigen Text konnte ich dazu jedoch nichts finden…
Gruß
infected
8. Oktober 2008 um 13:59
Hi!
Es gibt CMS’e wie typolight die diesen feature bitten.
dort heist es “live update” und wurde von den projektbetreiber anfänglich als kostenloses service angeboten. allerdings mit zuhemender verbreitung von TL wurde der update-trafic-last so gross dass die TL-leute diesen feature OPTIONAL als kostenpflichtigen service eingeführt haben. ein solches service-abo kostet ein paar cent in monat, wer die paar cent sparen will muss nun per FTP updaten.
zurück zu wordpress …
angesichts der masenhaften verbreitung von WP werden die anforderungen für die server die den update ausliefern enorm sein.
ist zu erwarten dass uns der Matt Mullenweg bitten wird die serverkosten mitzutragen?
……
grüsse in die runde!
mil
8. Oktober 2008 um 19:00
Das update Feature ist echt der Hamma
9. Oktober 2008 um 01:56
期待2.7的版本。
9. Oktober 2008 um 06:29
Das ist auf jeden Fall sehr gut. Nicht alle Blogger sind “IT Spezialisten”. Blogger sollten bloggen, deshalb heißen sie ja Blogger. ;-)
14. Oktober 2008 um 14:52
Wenn das so hinhaut, ist das wirklich klasse. Was passiert aber, wenn falsche Sachen überschrieben werden oder ähnliches? Muss man das wordpress-Verzeichnis davor selbst abspeichern um sich abzusichern, oder wird das dann auch automatisch erledigt?
16. Oktober 2008 um 22:28
@Boff: Das war ja auch meine Frage. Was passiert wenn…? Scheinbar gibt´s dafür keine Lösung oder unsere Kommentare wurden einfach nicht gelesen. Ich lasse mich mal überraschen.
17. Oktober 2008 um 20:37
Das Update wird erst genutzt, wen ns komplett eingespielt ist. Man kopiert quasi die neue Version, dann die neue prüfen, ob alle sOK ist und dann benennt man die Ordner um.
18. Oktober 2008 um 21:34
@Frank: Danke für die Info!
15. November 2008 um 23:39
Bei mir funktioniert das automatische Update irgendwie nicht…
Erwartet WP irgendwas im Bereich chmod?
777 auf /content oder so?
15. November 2008 um 23:44
Ok, hat sich erledigt…
Mir fehlte der Hinweis, dass man sich einen Tag Urlaub nehmen muss, bis das automatische Update fertig ist ;-)
Ist das normal? Ich will ja nicht meckern, ist sicherlich ein grossartiges Feature – aber mit klassischem download und FTP-Upload manuell mache ich das Update in einem Zehntel der Zeit :-)
19. November 2008 um 14:01
Und wie mache ich ein Upgrade von 2.2.3 auf 2.7? Das ist jetzt die FRAGE für mich!
19. November 2008 um 15:12
@Eduard: So wie immer. Mit der Vollversion von WordPress. Siehe Doku.
25. Dezember 2008 um 15:33
ich bin jetzt auch gerade dabei von wordpress 2.6.5 auf 2.7 upzudaten, eben wegen der angesprochenenNeuerungen, allerdings trau ich mir das Update noch nciht so ganz, weil ich Angst habe, dass dadurch irgendwelche wichtigen Sachen kaputt gehen. Oder ist diese Angst eher unbegründet?
25. Dezember 2008 um 18:24
@Reik:
Da kann eigentlich nix kaputt gehen. Und wenn doch, dann hast du ja dein Backup.
Wenn überhaupt dann funktionieren höchstens ein paar Plugin nicht mehr.
23. Juli 2009 um 03:12
Ohhh Shockshit :) Gerade hatte ich diese ‘maintenance’ Meldung und dieser Blog Beitrag konnte mich unkompliziert retten. Danke dafür